Sonntag, 7. August 2011

GESCHENKT


Vom 9. bis 13. August 2011 lädt Kunstaufstieg Jugendliche ein, sich auf künstlerische Weise mit dem Thema "Schenken" zu beschäftigen.
Dieses Projekt findet ausgehend von der Veranstaltung "Über|Gabe" des Kunstvereins Hildesheim statt.
Prozesse und Ergebnisse der kommenden Projektwoche werden hier gezeigt werden.

Tag 1:
Mögliche Reaktionen auf Geschenke:

Sonntag, 10. Juli 2011

Kunstverein trifft Klinik

Die KulturStation zu Gast in der Ausstellung "Der Turm" - Ausflug und künstlerischer Workshop mit PatientInnen und MitarbeiterInnen des AMEOS Klinikums Hildesheim

Die KulturStation ist ein neues Kunst- und Kulturprogramm für PatientInnen, MitarbeiterInnen und interessierte BesucherInnen am AMEOS Klinikum in Zusammenarbeit mit dem center for lifelong learning der Universität Hildesheim.

Im Rahmen der KulturStation findet 2011 eine künstlerische Workshopreihe im AMEOS Klinikum statt.http://www.kulturstation-hildesheim.de/praxis/wsreihe2011.html#ws1

Den Auftakt machte ein Workshop in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Hildesheim zur Ausstellung „Der Turm“ des Künstlers Johannes Vogl (13.05. bis 03.07.2011 im Kehrwiederturm).

Eine Gruppe MitarbeiterInnen und eine Gruppe PatientInnen machten eine Exkursion in den Kehrwiederturm und erkundeten die Ausstellung „Der Turm“ von Johannes Vogl.

Ausgehend von den dort gesammelten Eindrücken entwickelten die TeilnehmerInnen in Innenhöfen des AMEOS Klinikums eigene ortsbezogene Objekte und künstlerische Reaktionen auf das Gesehene.

Leitung: Maralena Schmidt und Anna-Lisa Bister (KulturStation)


Samstag, 7. Mai 2011

Was ist Kunstaufstieg?

Seit 2010 hat der Kunstverein Hildesheim ein eigenständiges Vermittlungsprojekt: KUNSTAUFSTIEG. Der Titel spielt mit der Tatsache, dass der Kunstverein einen mittelalterlichen Wehrturm als Ausstellungsort nutzt und hier die Kunst über mehrere Etagen im wahrsten Sinne des Wortes „erstiegen“ werden muss.
Kunstaufstieg bietet verschiedene Formate zeitgenössischer Kunstvermittlung an, die zum Teil inhaltlich von der jeweiligen Ausstellung ausgehen, zum Teil aber auch unter eigens gesetzten Fragestellungen und inhaltlichen Schwerpunkten die Ausstellungen untersuchen. Ziel ist es mit den TeilnehmerInnen persönliche Bezüge zu zeitgenössischer Kunst zu suchen, individuelle Sichtweisen und Meinungen zu fördern, Reaktionen auf Kunstwerke hervorzubringen und darüber in einen Dialog zu treten.
Das kann bedeuten:
-die Betrachtersituation zu verändern: mit geschlossenen Augen eine Arbeit beschrieben bekommen, bevor man sie sieht, im Ausstellungsraum Aufwärmübungen machen, Musik hören, an der Kunst riechen, den Raum verändern...
-eine Reaktion auf das Gesehene in eine sichtbare Form bringen: eine körperliche Haltung einnehmen, sich zu einer Arbeit körperlich positionieren, eine Zeichnung, eine Notiz, eine Collage anfertigen, eine performative Handlung zu/vor der Arbeit entwickeln.
-etwas herausfinden über die Arbeit, die Kunst in einem Interview befragen, Andere dazu befragen, recherchieren...

In diesem Blog werden die Einzelprojekte dokumentiert, aus Sicht der Kunstvermittlerinnen und auch aus Sicht der TeilnehmerInnen.

Donnerstag, 10. Februar 2011

Montag, 15. November 2010

Drei Geschichten zum "Altar" der Künstlerin Nina Radelfahr

Besuch der Ausstellung "ExAngel" am 12. November 2010


Ein schwarzes, glänzendes Sechseck verhüllt den Altar. Die Seite zum Kirchenraum wird durch eine Öffnung, in Form eines auf der Spitze stehenden Diamanten unterbrochen.
Schwaches Licht scheint von unten in der Öffnung. Von weitem erscheint es weiß-grau.
Bei naher Betrachtung sehe ich die roten Kiemen von großen Fischen, hinter der Scheibe.
Auf dem Sechseck stehen drei Glasbehälter, die nach oben rund sind und unten offen.
Sie verhüllen "Wirbel"? in weiß. Aus Deiner Tiefe kommt das Licht.
Wir filtern unsere Eindrücke, Erlebnisse und stärken unseren Rücken, aufrechter Gang
(Marita)

Ein Schatz, ein Diamant - wie treffend ist deine Beschreibung - ein Geheimnis leuchtet auf im schwarzen, glänzenden Sarkophag. Aus der Ferne lenkt mich der Gekreuzigte hinter dieser schlichten, auf das Wesentliche reduzierten Form ab. Mir kommt das Kind in den Sinn, aus muslimischer Familie, das in der bayerischen Grundschule weinte und bestraft wurde, wenn es sich nicht dem Kruzifix beim Morgengebet zuwandte.
Schwarz, lichtgrau, glasglänzend - ohne Farbe, ohne leben bleibt der gestaltete Raum und drängt mich mehr zu suchen. Die Spitze des Diamanten, der sparsame Lichtschein muss doch einen Ein-Blick geben! Wenige Schritte und du siehst kunstvolle, violett-rote Rosetten, wie feine Fasern, als bewegten sie sich im Wasser des Ozeans, verkieren sich in den dunklen Ecken des Raums. Unter dem Glas, ausgebleicht, starr mahnt: Leben ist endlich, winzig in Raum und Zeit. Und der Gekreuzigte ist kein Lebensdokument. (?)
(Irma)


Es war ein weiter Weg den sie ging, ohne das Ziel zu kennen. Endlich und doch ganz unvermutet steht sie davor und hält inne: 10 m vor ihr, groß, schwarz, glänzend, abgegrenzt, fremd, nicht von dieser Welt - unversehrt hier gelandet, ganz still, schwarz und schön.
Ein Diamant-Fenster mit blauem Schein lockt sie wie ein Mund, drei Glaskuppeln wie Augen oder nichtirdische Sinne beobachten sie. Ihr Herz klopft, Angst, Erwartung - sie tritt näher und ist berührt von rosa aufgefächerter unirdisch schöner Blüten auf dem dunklen Grund eines tiefen Meeres. Zutritt verboten - fass es nicht an! - wertvoll - teuer und unendlich schön.
Edel und kalt und die Sehnsucht nach vollkommener Schönheit, zum Greifen nah und doch unerreichbar, tut fast weh.
Als sie die leichte Faszination des Bösen ahnt, löst sie sich und findet wieder ihren eigenen Weg.
(Brigitte)

Donnerstag, 30. September 2010

Was würdest du tun, wenn es dein Turm wäre?

Unter diesem Motto untersuchte am 25. September 2010, ein Team von Kunstvermittlerinnen und Jugendlichen den Kehrwiederturm in Hildesheim und entwickelte künstlerische Eingriffe in den Räumen des Turms.




Bei der Präsentation der Ergebnisse, am 26. September 2010, wurden die BesucherInnen aufgefordert, Orte im Turm zu markieren, an denen sie sich besonders wohl fühlten und solche an denen sie sich weniger oder gar nicht wohl fühlten. Diese Untersuchung wurde zum Abschluss ausgewertet.


Ausgewählte Gegenstände waren im Turm platziert und auf beiliegendem Zettel notierten die BesucherInnen ihre Assoziationen dazu. Am Tag zuvor waren diese Gegenstände in kurzen Performances benutzt und in Bezug zu den Räumen im Turm gesetzt worden.


In kurzen Videosequenzen beschrieben Jugendliche und Vermittlerinnen ihre Ideen zu einer Umnutzung des Turms und die BesucherInnen konnten selbst ihr persönliches Video-Statement hinterlassen.




Vielen Dank an die Teilnehmerinnen und BesucherInnen!

Text: Maralena Schmidt

Sonntag, 8. August 2010

Meine Favoriten - Jugendliche präsentieren Kunst








19. - 23. Juli 2010, Rundgang: 24. Juli, parallele Austellung im Kunstverein: No Matter. Scheitern und Kunst, offenes Sommerferien-Angebot im Rahmen der Ferienpass-Aktion der Stadt Hildesheim, ab 14 Jahren

In diesem Projekt begeben sich Jugendliche aus Hildesheim auf die Suche nach zeitgenössischer Kunst in ihrer Stadt. Sie reagieren auf die Kunstwerke, beziehen sprachlich od

er in einer künstlerischen Aktion Position und entwickeln Meinungen zu ihren favorisierten Kunstwerken. Die Erfahrungen und entwickelten Positionen werden im Rahmen eines Rundgangs v

on den TeilnehmerInnen an andere Jugendliche, an Freunde und Familie sowie an interessierte HildesheimerInnen vermittelt.





Die Jugendlichen wählten im Verlauf des Projektes jeweils eine Arbeit in der Ausstellung aus und beschäftigten sich mit folgenden Fragen:
Warum weckt sie mein Interesse?
Was „sagt“ sie mir? Wie kann man sie „anders“ betrachten? Was könnte ich der Gruppe zeigen, vermitteln anhand der Arbeit oder über die Arbeit?

Für den Rundgang entwickelten zwei TeilnehmerInnen das folgende Interview mit einer Arbeit des Künstlers Via Lewandowsky:


Die Videoarbeit "Maybe Not" (2005) von Oliver Pietsch ließen die TeilnehmerInnen vor Publikum einmal ohne Musik und im Anschluss einmal mit Musik laufen und fragten nach der Wirkung. Sie selbst fanden, dass es vor allem Verzweiflung ausdrücke und das die Musik die traurige, verzweifelte Stimmung noch verstärke.






Nach der Diskussion mit dem Publikum gab es noch ein fiktives Interview aus der Sicht der springenden/fallenden Person zu hören.